Samstag, 22. April 2017

Ich bin jetzt auf Amazon vorbestellbar. Würde dann direkt vor eurer Tür landen. Bei Interesse, einfach ausprobieren :p

Ich muss sagen ich bin schon extrem aufs Feedback gespannt. Der Vorteil wird sein bessere Grammatik, hoffentlich keine Rechtschreibfehler. Aber ich hab mir Feedback zu anderen vergleichbaren  Büchern durch gelesen. Was soll ich sagen. War etwas entmutigend^^. Aber gut. Ist nicht mein Buch. Meins wird/ist besser :P

Dienstag, 18. April 2017

Querschnitt ist, wenn du nachts hungrig im Bett liegst, nicht aufstehen kannst um dir was zu essen zu machen.

Und da fragen sich die Leute noch, warum ich so abgemagert bin.

Hunger.

Dienstag, 11. April 2017

Wenn Leute sagen, man solle sich ein Beispiel an XY, der wollte unbedingt wieder laufen, hat hart gearbeitet und gekämpft und kann nun wieder gehen.

Ich will laufen. Ich kämpfe und arbeite. Aber wenn mir mein Rückenmark nicht mehr gibt, kann ich noch so sehr wollen und es geht nicht.

Auch wenn man etwas unbedingt will, bekommt man es nicht immer. Also ist dieser Spruch genau so Schwachsinn wie 'am Ende ist alles gut. Und wenn es nicht gut ist,.....ach sei leise.

Mittwoch, 5. April 2017

Wer vorher nicht viel mit Selbstzweifeln zu kämpfen hatte, hat es spätestens nach dem ersten Semester Jura. Zumindest als Rollstuhlfahrer. Zumindest ich.

Dienstag, 28. März 2017

bitte nicht.

Wenn Menschen nur auf die Barrierefreien Toilette gehen, um alles voll zu scheißen.
Ihr habt doch Toiletten auf die ihr gehen könnt. Wieso dann die wenigen Toiletten, die für uns Rollstuhlfahrer zugänglich sind voll machen.
Ich verstehe es und finds gut, wenn Menschen auf die `Behindertentoiletten´ gehen. Das zeigt meiner Meinung nach, dass es nicht unbedingt etwas besonderes ist. V.a. verstehe ich es aber, weil diese Toiletten mit am saubersten sind. Meistens. Wenn nicht gerade jemand wider den tollen Gedanken hatte "Ich geh auf die Behindertentoilette, da hab ich meine Ruhe.". Geht gerne dort hin, aber doch bitte nicht nur aus dem Grund, weil man es da mal so richtig krachen lassen kann.
Nicht nur abgehärtete ältere Herren sitzen im Rollstuhl. Auch junge Frauen mit feinen Nasen und vor allem gesunden Augen und einem leicht reizbaren Magen. Und ich kann mir auhc vorstellen, die alten Herren im Rollstuhl würden die Toilette gerne benutzen können. Und nicht, wie beispielsweiße bei mir heute der Fall, früher aus der Bibliothek gehen, weil die einzige Rollstuhltoilette (an dieser Stelle JUHU es gibt eine zugängliche Toilette) voll gesch***** ist(wirklich unzumutbar, ich weiß nicht was derjenige gegessen hat, jedenfalls schien es nicht mehr gut gewesen zu sein) , man aber spätestens in der nächsten Stunde aufs Klo muss und keine andere zugängliche Toilette in der nähe weiß. Die nächste wäre dann wohl die zuhause.
Ich nehm das persönlich, wenn ihr meine Toiletten nur dafür benutzt. Wirklich. Es tut mir im Herzen weh. Da macht sich jemand die Mühe, baut eine größere Toilette, sogar mit tieferem Spiegel, in dem ich mich sehen kann, und dann wird die so Missbraucht.

Vielleicht war es tatsächlich jemand, der Behindert war, vielleicht war keine andere Toilette frei, vielleicht gehört er nicht zu denjenigen, die eben nur für größeres auf diese Toilette gehen. Aber allein, dass ich solche Sätze schon höre. Nicht nur einmal gehört habe.

Sonntag, 12. März 2017

Sarkasmus.

Ich höre immer mal wieder Sätze wie: "Warum bist du so Sarkastisch?", "Mit deinem Sarkasmus musst du aufpassen, damit kannst du Leuten häufig vor den Kopf stoßen.", "Denkst du nicht du bist zu sarkastisch?",...
Und dazu möchte ich nun mal etwas sagen. Vielleicht bin ich sarkastisch.Vielleicht bin ich manchmal sehr sarkastisch. Und vielleicht ist es für manche manchmal zu viel. Ich kann das nicht beurteilen. Ich sage häufig Sachen, ohne darüber nachzudenken, ob sie denn jetzt sarkastisch sind, zu sarkastisch. Oder vielleicht sage ich sie auch genau deswegen. Und ja. Meine Situation hat wohl viel dazu beigetragen. Es kann sein, dass meine Art viele vor den Kopf stoßt. Dass es manche verunsichert. Aber. Aber! Auch, wenn ich ein Arschloch sein kann, manchmal vielleicht zu wenig Mitgefühl zeige, ich will den Menschen etwas Gutes tun. Und ich denke mit dem Sarkasmus mache ich es den Leuten einfacher. Ich habe es für mich als Mittel gefunden mit allem umzugehen. Und ich habe das Gefühl, dieses sarkastische macht es den Leuten auch einfacher. Ich bin so, um den Leuten die Angst zunehmen. Die Menschen sind unsicher, wenn sie mit mir reden. Vor allem solche, die sonst nicht so viel oder sogar gar nicht mit anderen Rollstuhlfahrern/Querschnittgelähmten zu tun haben. Sie haben Angst. ´Was, wenn ich jetzt aus Versehen sage, dass wir ja einen Kaffee trinken gehen können.' - `Oh Gott, kann ich sie fragen -Wie geht's- sie kann ja nicht gehen'-'Hoffentlich rutscht mir nichts mit Skifahren, ich meine sie hatte doch einen schlimmen Skiunfall und tut sich bestimmt schwer darüber zu reden'....Und so weiter. Was weiß ich, was für komische Gedanken da noch so durch die Köpfe ziehen. Und es ist ja ok! Vielleicht sitzt dir einer gegenüber, der sich angegriffen fühlt. Der sich schwer tut, über seinen Unfall zu reden. Ich eben nicht. Und wenn ich in den Raum komme und sage "Ja, ich war bisschen zu blöd zum Skifahren, hab mit dem Gesicht gebremst und jetzt sitz ich hier. Kaffee trinken gehen läuft trotzdem..." zeige ich eben Ja. es gibt da Differenzen. Ja ich sitze im Rollstuhl, aber hey! bitte behandle mich normal und mach dir nicht allzuviele Gedanken. Nehme ich dadurch nicht eben die Angst? Baue ich Barrieren nicht genau dadurch ab? Ich denke einfach die Leute sind dann schon mal lockerer. Haben nicht mehr all zu Große Angst, etwas falsches zu sagen. Sind entspannter mit mir. Es ist ja keine Aufforderung, Witze über mich zu machen. Es soll nicht heißen, dass alles lustig ist und dass man jetzt sofort sarkastisch antworten muss. Es soll den Umgang erleichtern. Ich merke selbst, dass ich noch sarkastischer/zynischer bin, wenn ich jemanden zum ersten Mal sehe. Ich denke, das einfach, um Grenzen zu stecken. Bzw. eben aufzuheben. Ich möchte einfach zeigen, dass es eben auch anders geht. Dass man mich nicht mit Samthandschuhen anfassen braucht. Dass man keine angst haben muss, etwas falsches zu sagen. Ich mache das unbewusst. Habe das aber jetzt reflektiert, weil mir eben hier und da gesagt wird, was ich eingangs aufgeführt habe. Und mich verletzt das ehrlich gesagt. Zum einen weil es meine Art ist. Weil ich so bin. Und auch, weil ich eigentlich das Gefühl hatte, ich erleichtere es damit den Leuten. Vielleicht denke aber auch nur ich so, und sehe das so, weil ich Sarkasmus eben mag. Und wenn, dann tut es mir nicht Leid, denn ändern kann ichs nicht wirklich. Auch, wenn ich an der ein oder anderen Stelle Zynisch bin. Das bin ich. Das mag ich. Und das ist, was es mir leichter macht und was es anderen leichter machen soll.
Aber ich kann gerne probieren mich jemandem gegenüber zu setzen und wenn derjenige fragt, wie es mir geht zu heulen anfangen und sagen 'ich kann doch gar nicht gehen'. (wobei das ja schon wieder witzig werde und ich ganz gerne mal sage um Leute, die ich eben nicht mag zu verunsichern:P Widerspricht dem gesamten Post jetzt, aber so ist das Leben. Das bin ich.)
Anderes Beispiel muss her. Wenn ich den Raum betrete sagen "Ich hatte einen schlimmen Skiunfall, bei dem ich mir das Rückenmark sehr hoch durchtrennt habe, seitdem auf den Rollstuhlangewießen bin. Bitte fragen sie nicht, wie es mir geht." Ist doch gleich eine Scheiß Stimmung. Muss doch nicht sein. Also ich bleibe bei meiner Art. Und wer sich dabei vor den Kopf gestoßen fühlt, kommt wohl einfach mit meiner Art nicht zurecht und das ist ok, aber dann wird das mit uns eben nichts mehr.

Montag, 6. März 2017

lieb

Mir ist etwas unglaublich nettes passiert.
Ich sitze in der Bibliothek, wollte mit meiner Hausarbeit beginnen, kommt ein Kommilitone an meinen Tisch mit einem Stapel Bücher. Ich hatte davor schon etwas mit ihm geschrieben und etwas die Hausarbeit diskutiert und er hatte wohl gemeint, ich könnte mir schwer tun an die geeigneten Bücher heranzukommen (dass ich einen Studienbegleiter habe wusste er denk ich nicht). Also hat er mir die Bücher gebracht, die er auch verwendet. Das war so unglaublich lieb und nett. Da war sogar ich etwas gerührt und hatte vor allem wieder einen klitzekleinen Glauben an das Gute im Menschen. Und vor allem wieder Mut fürs Studium. Der mir immer mal wieder fehlt, wenn mal wieder ein Raum nur über Treppen erreichbar ist. Aber dazu in einem folgenden Post mehr.