Mittwoch, 11. Januar 2017

Rolling in a winter wonderland

Zwei Sachen, die sich einfach nicht vertragen: Rollstuhl und Schnee

Es gibt Bereiche, da sollen sich die beiden vertragen, monoski usw, doch dazu kann ich nichts sagen, da ich (noch?) keine Erfahrung gemacht habe.
Aber ! Normaler Rollstuhl und Schnee ist einfach Hölle.

Ich habe Schnee immer geliebt. Im Schnee spazieren, durch den Schnee stapfen. Zuhause Schuhe aus und in eine Decke kuscheln.
Aber mit Rollstuhl....ich hasse Schnee. Gezwungenermaßen.
Vorwärts kommen im Schnee ist einfach unmöglich. Man versinkt komplett. Und schon wenige Zentimeter, wenn nicht ein einziger, und der Schnee verwandelt sich in Leim, der Rollstuhl klebt fest. Und ich meine nicht nur die umgeräumten Seitenwege, wiesen, das kann ich sofort vergessen. Auch geräumte Straßen. Ich komm einfach nicht voran. Überall Schneehaufen in denen die Lenkrollen hängen bleiben. Zum kotzen. Wirklich. Ohne Schnee komm ich kaum voran. Mit Schnee? Keine 2 Meter und ich hab das Gefühl ich hätte einen Marathon hinter mir.
Dann kommt dazu, dass die Reifen voller Schnee werden. Auch die greifreifen , die man mit den Händen anfassen muss, um den Rollstuhl voran zutreiben. Die ziehen sich durch den Schnee, und gelangen dann noch oben. Sind arsch kalt, dreckig, voller Schnee. Und die Hände dann auch. Durch die Nässe werden sie rutschig, und man kann gar nicht mehr anschieben.

Immer noch nicht alles. Man kommt nach Hause, mit dem Rollstuhl mit Reifen voll mit Matsch. Und da? Hausreifen anziehen? Das Haus wird dreckig. Wunderschöne reifenspuren.
Und jetzt sag mir noch mal jemand, wie ich Schnee nicht hassen soll. Mein geliebter Schnee.

Freitag, 30. Dezember 2016

sorrynotsorry

Körperlich und psychisch nicht ganz auf dem Höhepunkt. Also die letzte Zeit eher weniger Zeit/Lust/Energie gehabt zu schreiben...

Freitag, 4. November 2016

so what?


Ich sitze im Rollstuhl. Aber ich seh das nicht als Problem, das mich irgendwie in punkto Gesellschaft, Arbeitsleben usw einschränkt. Ich lass mich nicht Diskriminieren, weil ich kein Problem damit habe.
Es fängt aber schon viel früher an.  Ich bin eine Frau. Aber ich hab mich dadurch noch nie Einschränken lassen. Ich hab noch nie gedacht 'oh, ich bin eine Frau, deswegen kann ich nichts erreichen' , oh, bin eine Frau, ich muss tun, was man(n) von mir verlangt, oh , ich bin eine Frau, ich werde mich auf dem Arbeitsmarkt nie durchsetzen können'. Für mich hat das in meinem Leben noch nie eine Rolle gespielt. Ich hab mich noch nie verunsichern lassen. Es nie als Problem gesehen, eine Frau zu sein. Und genauso sehe ich es nicht als Problem im Rollstuhl zu sitzen und mich deswegen irgendwie benachteiligen zu lassen. Versteht ihr?
Natürlich ist man als Rollstuhlfahrer in den meisten Bereichen benachteiligt, nicht-rollstuhlgerechte Orte, usw. aber das lass ich jetzt alles außen vor.
Ich sitze im Rollstuhl, aber warum sollte ich dadurch nicht die gleichen Chancen haben, wie alle anderen auch?
Ich bin eine Frau, aber warum sollte es mich irgendwie einschränken?
Es ist mir einfach egal. Es sollte jedem egal sein.
Das einzige, das mich nervt ist, dass Menschen mich gerne nur als Rollstuhfahrerin sehen, die sich für Behinderte einsetzt. Aber ich bin auch Frau, die sich für Frauen einsetzen kann. Aber vor allem bin ich Mensch, der für alles stehen kann, was er will.


Ich bin keine Feministin, bin keine Behindertenbeauftragte(noch nicht, und wenn, dann wird einiges anders laufen). Ich mag diese Hardcorefeministinen nicht. Die Männer hassen und sich einschüchtern lassen. Und ich mag Hardcorebehinderte nicht, die Gesunde hassen und sich einschüchtern lassen. Warum?


Ich bin eine Frau, so what? Ich sitze im Rollstuhl, so what?
Heißt nicht, dass ich euch nicht in den Arsch treten kann.


Dienstag, 25. Oktober 2016

Unistress und kaputte Aufzüge

Es tut mir (fast) leid, dass ich in letzter Zeit weniger poste und euch den Tag nicht versüßen kann.
Aber a) unistress schon direkt nach der ersten Woche, bin so viel 'Stress' nach gut 3 chillen nicht mehr gewohnt. Komm um 18/19 Uhr nach Hause, was essen, hinlegen, schlafen. Aber es macht Spaß.  Und b) hab ich die letzten Monate soooo viel geschrieben, mir so viel von der Seele geredet/geschrieben, da brauch ich auch erstmal Abstand. Dass mir die Ideen ausgehen? 3 Jahre Blog, und bald ein Buch und noch immer wisst ihr längst nicht alles. Es gibt noch so viel mehr zu erzählen, berichten, sich aufzuregen. Wäre schön, wenn das irgendwann mal sein Ende hätte, nur wird das von Tag zu Tag nur noch mehr.
In diesem Sinne, gute Nacht, morgen um 8.30 Uhr im Hörsaal sein, Zivilrecht. Drückt mir die Daumen, dass der Aufzug an der U-Bahn morgen wieder funktioniert und wir nicht eine Station laufen oder noch schlimmer die Rolltreppe nehmen müssen.
Gibt nichts schöneres, als nach nem anstrengenden Tag zur U-Bahn gehen zu wollen, der Aufzug wieder mal defekt ist (lasst den Aufzug doch bitte einfach, wenn ihr schon gesunde Beine habt und laufen könnt, wer weiß wie lang ihr dazu noch in der Lage seid. Ich wusste es auch nicht) und man noch schöne 15 Minuten zur nächsten Haltestelle latschen kann. (Alleine bräuchte ich wahrscheinlich 2 Stunden dafür. )

Samstag, 15. Oktober 2016

Autorin auch noch

Ok, nach dem ganzen Stress die letzten Tage jetzt mal eine gute Nachricht :

Es ist geschafft. Wir haben das Manuskript abgegeben.
Es war ziemlich anstrengend so viel zu schreiben. Vor allem wenn es Themen waren, die für mich schon lange abgeschlossen sind (bspw. alte Freunde), aber alles in allem hat es sehr viel Spaß gemacht.
Mein Co-Autor und ich sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden! Jz folgen noch einige weitere Schritte und Mai/Juni hoffe ich stapft ihr dann alle schön brav in den Buchladen und schaut es euch zumindest mal an.
Ich hab gesehen zurzeit veröffentlichen einige Rollstuhlfahrer Bücher (ich nenne jetzt keine Namen, will die Konkurrenz nicht unterstützen), aber meins wird cooler!

Aber ich halte euch natürlich weiter auf dem laufenden.