Samstag, 20. Mai 2017

Christopher Reeve

 Machst mich zum Helden,
 zum Supermann.
 Zum Echten
der, der nicht mehr laufen kann

Sonntag, 7. Mai 2017

Jura und ich




GESCHAFFT! Ich kann endlich wieder ohne schlechtes Gewissen an den Laptop, und etwas machen, das nichts mit Jura, Hausarbeit und/oder lernen zu tun hat. Zumindest ein wenig. Ich habe meine erste Klausur am Freitag hinter mich gebracht und meine Hausarbeiten, die mich über die Semesterferien gequält haben, abgegeben. Jetzt hab ich einen Tag komplett Abstand genommen, zu allem und heute Angefangen ein wenig Stoff zu wiederholen, den ich verpasst hab, weil ich gelernt hab, statt in die Vorlesung zu gehen. Aber jetzt hab ich endlich wieder Zeit (und wie gesagt kein schlechtes Gewissen) etwas zu posten. Und ich nutze die Zeit mal und denke es wäre der richtige Moment mal zu berichten wie ich mein Studium so bisher finde.

Also: ich studiere nach wie vor Jura und bisher habe ich wirklich spaß dabei. Das kann ich bisher sagen (erinnert mich daran, wenn ich die nächste Hausarbeit schreibe). Und ich denke das ist schon einmal eine gute Voraussetzung, dass das Studium einem Spaß macht. Ich wollte Jura machen, weil ich es a) schon immer machen wollte, keine Ahnung warum und b) nicht wusste was sonst und c) mich mein Leben lang geärgert hätte, hätte ich es nicht probiert. Und bis jetzt bin ich äußerst glücklich mit der Entscheidung. Ich sitze oft in den Vorlesungen und denke „Ja. Das ist es!“ und bin einfach nur glücklich. Leider gibt es auch sehr viele Momente, in denen ich denke „Scheiße, wie soll ich das schaffen“, va wenn man sieht wie intelligent Volljuristen sind, man die Durchfallquoten sieht usw. Also ich hab die härtesten Gefühlsschwankungen meines Lebens. ABER es gibt wenigstens auch gute Momente. Also es ist nicht so, dass ich nur Selbstzweifel habe, sondern eben auch Spaß. Und mir eben nicht denke, dass Jura nichts für mich ist, oder ich aufhören möchte. Es macht eben einfach Spaß, es gefällt mir. Bisher. Nach einem halben Jahr lässt sich recht viel mehr denk ich auch nicht sagen. Und was die Noten sagen, wird sich bei der Rückgabe zeigen. Ich hatte zwar schon eine Klausur, die war aber „nur“ in einem Grundlagenfach, Rechtsphilosophie, da hatte ich 13 Punkte. Aber in den Grundkursen, bei mir Öffentliches Recht und Zivilrecht, kann ich noch nicht einschätzen, ob ich als Jurist taugen würde :D . Wir hatten Probeklausuren, da habe ich mitgeschrieben, allerdings noch ohne Nachteilsausgleich, und demenstprechend nicht fertig geworden und deshalb auch schlecht ausgefallen. Deshalb bin ich jetzt gespannt auf die Benotung der Klausur und der Hausarbeiten.

Vom Umfang und Lernaufwand her muss ich sagen, hab ich es mir schlimmer vorgestellt, aber liegt wahrscheinlich einfach daran, dass ich erst im ersten (bzw. jetzt zweiten) Semester bin. Also ich war abgeschreckt, von den ganzen Horrorgeschichten, aber NOCH bin ich positiv enttäuscht worden^^.

Was nicht heißt, dass ich nichts zu tun hab. Ganz im Gegenteil. Ich hab es mir nur noch schlimmer vorgestellt. Semesterferien waren eher Semester“ferien“. Also für mich waren die drei Monate Semesterferien anstrengender, als das Semester, da ich Hausarbeiten schreiben musste. Hausarbeiten sehen in Jura so aus, dass man einen Fall bekommt (XY bestellt eine Tafel Schokolade, erhält aber Gummibärchen. Kann er sein Geld zurück verlangen?)und den mit Gutachten lösen muss. Ganz so leicht ist das nicht, der Fall ist drei Seiten lang und das Gutachten soll 20 Seiten haben. Und davon zwei Stück, einmal Öffentliches Recht und einmal Zivilrecht. Die Leiter hatten zwar gesagt, man solle pro Hausarbeit 3 Wochen einplanen, ich hab meine ganzen Semesterferien gebraucht. Aber das war auch dumm von mir, nächstes Mal muss ich das anders Planen. Ich wollte zwar fleißig schon zu Beginn Anfangen, um dann die letzten Wochen entspannen zu können. Für Leute wie mich, die erst etwas Druck brauchen, um gut Arbeiten zu können, ist das aber eher schlecht. So sahen die ersten 8 Wochen so aus, dass ich zwar in der Bib war, aber eher Larfari vor mich hingearbeitet habe und erst dann gegen Ende mit steigendem Zeitdruck wirklich produktiv wurde. Aber dann eben letztendlich trotzdem die kompletten Semesterferien an den Hausarbeiten gesessen habe. Also nächstes Mal später Anfangen oder wirklich lernen auch ohne Druck produktiv zu sein.

Dann hab ich das mit Lernen auch etwas falsch gemacht. Irgendwie wollte ich nicht gleich am Anfang richtig mit lernen, weil ich mir dann vorkam wie ein Streber, aber auch das war ein Fehler, dadurch bin ich jetzt noch dabei alles zusammenzufassen, was ich hätte von Anfang an machen sollen. Da immer neuer Stoff dazu kommt und ich kaum hinterherkomme mit Nacharbeiten.

Also kurz um: es ist viel, aber es ist (noch) nicht sooo schlimm wie befürchtet.

Mit Zivilrecht hab ich mich von Anfang an angefreundet, für öffentliches Recht hab ich etwas gebraucht, aber mittlerweile, vor allem jetzt nach dem Lernen für die Klausur, wenn man langsam die Zusammenhänge versteht (oder meint sie zu verstehen), sind wir auch ganz gute Freunde geworden. Worauf ich mich freue, ist Strafrecht ab dem dritten Semester. Aktenzeichen XY und  als Lieblingssendung, die „Crime“ als abonnierte Zeitschrift und Dokus über spektakuläre Verbrechen in meinem Youtube Verlauf, da liegt das denk ich auf der Hand, dass ich wissen will: Wer, Was, Wieso darf er nicht und welche Strafe?



Also Fazit: Jura macht mir Spaß, mit ups and downs natürlich, ich warte die ersten Benotungen ab und schau dann, wies weiter geht.


Das jetzt nur mal zum Jurastudium itself. Alles drum herum, heißt: Barrierefreiheit, Rollstuhlgerecht, Kommilitonen, usw. ist nochmal ein anderes Thema. Dafür dann demnächst ein eigener Eintrag. Jetzt hab ich ja endlich wieder mehr Zeit :D

Samstag, 22. April 2017

Ich bin jetzt auf Amazon vorbestellbar. Würde dann direkt vor eurer Tür landen. Bei Interesse, einfach ausprobieren :p

Ich muss sagen ich bin schon extrem aufs Feedback gespannt. Der Vorteil wird sein bessere Grammatik, hoffentlich keine Rechtschreibfehler. Aber ich hab mir Feedback zu anderen vergleichbaren  Büchern durch gelesen. Was soll ich sagen. War etwas entmutigend^^. Aber gut. Ist nicht mein Buch. Meins wird/ist besser :P

Dienstag, 18. April 2017

Querschnitt ist, wenn du nachts hungrig im Bett liegst, nicht aufstehen kannst um dir was zu essen zu machen.

Und da fragen sich die Leute noch, warum ich so abgemagert bin.

Hunger.

Dienstag, 11. April 2017

Wenn Leute sagen, man solle sich ein Beispiel an XY, der wollte unbedingt wieder laufen, hat hart gearbeitet und gekämpft und kann nun wieder gehen.

Ich will laufen. Ich kämpfe und arbeite. Aber wenn mir mein Rückenmark nicht mehr gibt, kann ich noch so sehr wollen und es geht nicht.

Auch wenn man etwas unbedingt will, bekommt man es nicht immer. Also ist dieser Spruch genau so Schwachsinn wie 'am Ende ist alles gut. Und wenn es nicht gut ist,.....ach sei leise.

Mittwoch, 5. April 2017

Wer vorher nicht viel mit Selbstzweifeln zu kämpfen hatte, hat es spätestens nach dem ersten Semester Jura. Zumindest als Rollstuhlfahrer. Zumindest ich.

Dienstag, 28. März 2017

bitte nicht.

Wenn Menschen nur auf die Barrierefreien Toilette gehen, um alles voll zu scheißen.
Ihr habt doch Toiletten auf die ihr gehen könnt. Wieso dann die wenigen Toiletten, die für uns Rollstuhlfahrer zugänglich sind voll machen.
Ich verstehe es und finds gut, wenn Menschen auf die `Behindertentoiletten´ gehen. Das zeigt meiner Meinung nach, dass es nicht unbedingt etwas besonderes ist. V.a. verstehe ich es aber, weil diese Toiletten mit am saubersten sind. Meistens. Wenn nicht gerade jemand wider den tollen Gedanken hatte "Ich geh auf die Behindertentoilette, da hab ich meine Ruhe.". Geht gerne dort hin, aber doch bitte nicht nur aus dem Grund, weil man es da mal so richtig krachen lassen kann.
Nicht nur abgehärtete ältere Herren sitzen im Rollstuhl. Auch junge Frauen mit feinen Nasen und vor allem gesunden Augen und einem leicht reizbaren Magen. Und ich kann mir auhc vorstellen, die alten Herren im Rollstuhl würden die Toilette gerne benutzen können. Und nicht, wie beispielsweiße bei mir heute der Fall, früher aus der Bibliothek gehen, weil die einzige Rollstuhltoilette (an dieser Stelle JUHU es gibt eine zugängliche Toilette) voll gesch***** ist(wirklich unzumutbar, ich weiß nicht was derjenige gegessen hat, jedenfalls schien es nicht mehr gut gewesen zu sein) , man aber spätestens in der nächsten Stunde aufs Klo muss und keine andere zugängliche Toilette in der nähe weiß. Die nächste wäre dann wohl die zuhause.
Ich nehm das persönlich, wenn ihr meine Toiletten nur dafür benutzt. Wirklich. Es tut mir im Herzen weh. Da macht sich jemand die Mühe, baut eine größere Toilette, sogar mit tieferem Spiegel, in dem ich mich sehen kann, und dann wird die so Missbraucht.

Vielleicht war es tatsächlich jemand, der Behindert war, vielleicht war keine andere Toilette frei, vielleicht gehört er nicht zu denjenigen, die eben nur für größeres auf diese Toilette gehen. Aber allein, dass ich solche Sätze schon höre. Nicht nur einmal gehört habe.