Sonntag, 26. April 2015

Eine Sache, die einem auffällt, wenn man im Rollstuhl sitzt: DIE WELT IST SO UNGLAUBLICH SCHIEF!
Vorallem die Gehwege sind einfach alle so schief, damit mein ich schräg. Man muss immer dagegen lenken, weil man sonst auf der Straße landet. Man merkt wirklich jede kleinste Neigung. Klar ist das wahrscheinlich nötig, damit das Wasser ablaufen kann, aber an manchen Stellen wird ja wohl echt übertrieben... Wenn ich mit meinem Handbike unterwegs bin, sind manchen Stellen so schräg, ich hab wirklich Angst umzukippen. Und das dann ohne Handbike? Für mich unmöglich!
Allgemein gibt es unendlich viele Hindernisse (von Menschen/Architekten gemacht! Denken die überhaupt nach? Ich frag mich echt wofür die studieren.......), die ein selbständiges vorankommen unmöglich machen.
Wird ein Gebäude gebaut, soll sich doch bitte einer einen Rollstuhl schnappen und schaun wie er darin vorankommt, bzw. ob es überhaupt möglich ist allein in das Gebäude zu kommen!!
Und das wäre nicht nur für Rollstuhlfahrer von Interesse. Viele alte Leute würden sich bestimmt auch freuen keine 100 Stufen vor sich zu sehen.


Macht doch selbst mal den Test! Das nächste Mal, wenn Ihr unterwegs seid, schaut mal wie weit ihr kommen würdet mit Rollstuhl. Oder zählt einfach mal die Hindernisse, auf die ihr so trefft.

Hindernisse sind unter anderem: Stufen, Treppen, hohe Schwellen(für mich wird's ab 5 cm schwierig), steile Rampen/Wege, Kies, Sand, Kopfsteinpflaster (unschön, weil die Reifen immer hängen bleiben), Wiese, Türen!,.....

Mittwoch, 22. April 2015

Ich hab etwas unglaubliches zu verkünden. Haltet euch fest! :
ICH WERDE BRAUN! Unglaublich. Man kann mich schon erkennen, wenn ich vor einer weißen Wand stehe.

Nein, ganz im Ernst, ich werde wirklich bräuner. Und das schon nach 4 Tagen in der Sonne.
Ich mein, letztes Jahr war ich auch immer in der Sonne, aber bin kein Stück bräuner geworden.
Ich glaub das liegt daran, dass sich mein Körper langsam von dem 'Schock' erholt und sich der neuen "Situation"angepasst hat.
Meine Haare, die ja nach der Reha nur noch aus einigen wenigen Strähnen bestanden, sind auch wieder länger und vor allem wieder dicker geworden.
An Gewicht nehm ich auch zu.
Also zusammenfassend lässt sich sagen: ich erhole mich langsam und die Fortschritte werden immer größer 

Montag, 20. April 2015

Ich habe viele Freunde verloren. So gut wie alle. Ich muss sagen die meisten vermisse ich nicht. Aber es gibt eine Hand voll Leuten, die ich wirklich unglaublich vermisse.
Und vor allem vermisse ich jemanden an meiner Seite, der für mich da ist und dem ich mich anvertrauen kann und der sich auch mir anvertraut. Einfach jemanden zu reden, auf den ich mich verlassen kann. Das fehlt mir schon sehr...ich hab immer wieder das Bedürfnis jemanden zu erzählen was ich gerade witziges erlebt hab, was mich nervt oder auch was mich im Moment beschäftigt, aber ich hab niemanden mehr, dem ich das anvertrauen kann oder auch will.. Klar red ich mit meiner Familie und mit 'neuen' Freunden, aber manche Dinge kann man eben nicht mit der Familie besprechen oder jemanden, der einem nicht so nahe ist.
Die Lücke die eine bestimmte Person hinterlassen hat ist noch immer nicht gefüllt. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie es jemals sein wird...

Samstag, 18. April 2015

Ich hasse es -  Ich träume so oft, dass ich wieder laufen kann. Und dann träume ich im Traum, dass ich aufwache und wirklich wieder meine Beine bewegen kann. Und zum Schluss wach ich wirklich auf und brauch erstmal ein paar Minuten um zu verstehen , dass ich alles nur geträumt hab. So gemein!

Donnerstag, 2. April 2015

Ich war am Dienstag mal wieder in Murnau zur Kontrolle, hat alles soweit gepasst.
Ich hab auch wieder ein paar Leute gesehen und bei der Physioabteilung vorbei geschaut und dort meine erste Physiotherapeutin getroffen, die ich noch auf der Intensivstation hatte und die mich seit meiner Entlassung nicht mehr gesehen hat. Die hat mich kaum wieder erkannt :D
Da fällt auch mir wieder auf, wie weit ich bisher eigentlich gekommen bin und wie viel ich erreicht habe.

War auch auf meiner Station. Schon ein komisches Gefühl. So vertraut und trotzdem so fremd, irgendwie... Die 5 Monate dort haben sich endlos lang angefühlt, vor allem der Anfang war sehr schwer, weil ich so extremes Heimweh hatte. Meine Geschwister haben mir so gefehlt, meine Eltern und auch mein Hund, den ich erst nach 3 Monaten wieder gesehen hab. Phu das war echt schwer und ich dachte wirklich die Zeit wird nie vorbei gehen. Mir tut wirklich jeder von Herzen leid, der diesen Weg grad durchkämpf! Und ich kann nur sagen; es geht vorbei! Und irgendwann ist man endlich wieder Zuhause und man bedankt sich jeden Tag bei Gott eine so tolle Fanilie zu haben!
Klar, das grundsätzliche Problem ist das Gleiche. Der Rollstuhl bleibt. Aber die Familie ist einfach immer da und das macht alles leichter.