Samstag, 30. Januar 2016

Was dann?

So langsam wirds knapp und ich sollte mir mal ernsthaft Gedanken darüber machen, wies nach dem Abi weiter gehen soll.
Plan A ist Jura zu studieren. Plan B gibt es noch nicht.
Und Plan A ist auch nur Plan A, weil mir sonst wirklich nichts einfällt!
Jura ist halt irgendwie sowas nahe liegendes. Aber erstmal muss ich schauen ob ich den benötigten NC erreiche und ob das wirklich ist, was ich will. Ich lerne gerne, rede gerne, diskutiere gerne und bin eher Kopfmensch. Aber so lange studieren...?
Lehrerin hätte ich mir auch immer gut vorstellen können.
Ich mag aber auch gerne Chemie und liebe Tiere, vor allem Hunde. Mein Traum wäre ein schönes Haus, irgendwo eher außerhalb der Stadt und viele Hunde retten.
Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Und jetzt braucht es erstmal einen Anfang.
Rechtspflege hab ich mir auch überlegt. Oder gar nicht studieren und eine Ausbildung machen?
Ich weiß es einfach nicht. Vielleicht hat ja einer meiner Leser einen konkreten Vorschlag Wo, Wann, Wie, Was. Oder kann mich vermitteln, aus eigener Erfahrung berichten oder mir irgendwelche Tests/Personen/irgendwas empfehlen, die herausfinden können, was ich machen könnte.
Bei der Arbeitsagentur war ich schon. Hat nur überhaupt nichts gebracht. Mir wurden nur Internetseiten mit Tests gezeigt und wie sie funktionieren. Wäre ich ja allein nie drauf gekommen #internetistfürunsneuland . Hab ich ihr auch so gesagt. Hat aber auch nichts gebracht. Ich hab sogar an so einem Projekt teilgenommen, das  'Leute mit Behinderung' beraten sollte und ihnen den 'Einstieg' ins Berufs/Studentenleben ermöglichen sollte. Ich schreibe 'sollte', weils im Endeffekt das gleiche Spiel war: "da muss man direkt an der Uni anrufen", "bei der Agentur für Arbeit kann man sich beraten lassen", "Im Internet können sie Tests machen",.... So dann mach ich so 'nen blöden Test und das Ergebnis: Kioskbesitzerin, Bäckerin, Landwirtin. Bravo! Hat mir mega weiter geholfen.
Werde langsam echt panisch und bei diesem Thema ist es nun mal leider so, dass der Rollstuhl ein Problem darstellt. Uni muss Rollstuhl gerecht sein, Hinfahrt muss für mich möglich sein. Gleiches gilt, sollte ich mich doch für Ausbildung entscheiden, für den Ausbildungsplatz. Nicht alle arbeiten sind für mich im Rollstuhl zu bewältigen. (Ich brauch jetzt bitte keine Kommentare, dass alles möglich ist, dass man alles "trotz" Rollstuhl schaffen kann, dass man andere Wege findet, blablabla. Aber für Vorschläge wäre ich, wie gesagt, wirklich mehr als dankbar :D)

Vielleicht findet sich auch einfach ein alter Milliader (kann natürlich auch jung sein (weiblich und Milliadärin würd ich mich auch zufrieden geben mit), der heiraten möchte.

Freitag, 29. Januar 2016

Querschnitt = nicht-mehr-laufen-können + 100000•x

Zur Abwechslung mal wieder was zum Thema Querschnitt.
Und eines meiner nervigsten Probleme.
Ich spüre Schmerzen ja nicht wirklich. Also in den Beinen nicht. Mein Körper hat jetzt ein tolles Mittel gefunden, mir dennoch zu signalisieren, dass etwas nicht stimmt/schmerzt/... . Ich bekomm Gänsehaut, fange an zu schwitzen, mein Herz schlägt schneller und mein Blutdruck erhöht sich.
Ich hab bewusst 'mein Körper' geschrieben, weil das bei jedem Querschnitt komplett unterschiedlich ist. Andere Symptome in anderem Ausmahs. Also schon in die Richtung, aber halt doch irgendwie komplett anders :D
Bei mir ist es auch ganz unterschiedlich, je nachdem was, wo ,wie wehtut.
Nach 2 Jahren kann ich das jetzt sehr gut einschätzen. Wenn ich zum Beispiel zu lange auf der gleichen Stelle sitze bekomm ich nur Herzklopfen und irgendwann fang ich an zu schwitzen. Wenn meine Beine gedehnt werden (z.b. in der Therapie) schwitze ich sofort. (Wird mein rechtes Bein gedehnt, schwitzt meine linke Gesichtshälfte und gleiches Spiel andersrum). Muss ich mal für kleine Königstigerinen bekomm ich Gänsehaut und mein Herz schlägt schnell. Das kann sehr gefährlich werden und sogar zu nem Schlaganfall führen. (Querschnitt und Schlaganfall viel Spaß!) ich weiß noch, ganz am Anfang, musste ich zu so einer Blasenuntersuchung, da wurde Wasser in die Blase gepumpt um irgendwas zu testen (fragt mich nicht was, hab keine Ahnung ^^). Und da kannte ich meinen "neuen" Körper noch nicht so gut und konnte Signale null einschätzen. Die meinten sie befüllen die Blase langsam und ich soll Bescheid geben, wenn ich mich komisch fühl. Ich dachte mir "Yo kein Ding. Je mehr reingeht, desto besser wahrscheinlich" und hab halt einfach nichts gesagt. Hatte schon übertrieben Gänsehaut und schnelles Herzrasen, hab mir aber nicht wirklich viel dabei gedacht. Auf einmal hatte ich ungelogen den heftigsten Schmerz meines Lebens. Es hat so hart in meinen Nacken gestochen, wo der Wirbel raus war. Ich hab wirklich geweint. Die haben das zum Glück schnell gecheckt, die Blase geleert und es ging wieder. Aber der Schmerz war so heftig. Nie wieder. Jetzt kann ich des eigentlichen immer einschätzen und lass es auch nicht so weit kommen. Höchstens ein bisschen Gänsehaut oder wenn ich grad im Unterricht bin, hab ich sobald die Gönsehaut kommt noch ne halbe Stunde Zeit, auch wenn es dann schlimmer wird und ich extrem unruhig bin.
Aber so lernt man dazu. Und es ist ja gut, dass mich mein Körper daran erinnert. Sonst könnte es ja zum Nierenrückfluss kommen.
Eine Sache die ich auch lernen musste, ist das schwitzen zu verstehen.
Ein hoher Querschnitt kann nicht schwitzen. Darüber hab ich glaub ich schonmal geschrieben. Bei Schmerzen kann mein Körper das aber eben schon.
2 Monate nach dem Unfall hab ich immer wieder extrem geschwitzt. Lag im Bett oder saß (zu der Zeit noch) im Pflegerollstuhl und mir ist der Schweiß nur so runter gelaufen. War wirklich extrem. Nachts hab ich oft 5 Handtücher komplett nass geschwitzt. War einfach ekelhaft. Weil ich 1. nicht wusste wieso und es 2. einfach nicht aufgehört hat. Jetzt weiß ich, wieso ich damals so geschwitzt habe und kenne die einfachste Lösung: anders hinlegen bzw hinsetzten. Wenn man die Beine nicht spürt, merkt man nicht wie lange man schon auf einer Stelle liegt. Mein Körper zeigt mir dann immer durch schwitzen, dass etwas weh tut, dass ich mich bewegen sollte. Hätte ich das nur damals schon gewusst. Mir wäre viel erspart geblieben ^^! Jetzt wach ich auch noch oft auf und bin schweißnass geschwitzt, weil ich das einfach nicht bemerkt hab. Das Problem daran ist jetzt, dass mein Kopf schwitzt, meine Haare dadurch natürlich mega fettig sind und ich so in die Schule gehen muss, weil ich in der Früh nie die Zeit zum Haarewaschen hätte. Die wenigsten wissen, wieso meine Haare dann so fertig sind und schauen natürlich dumm und denken ich bin der letzte Assi. Aber hier an alle Mitschüler und Leute, die mich so sehen: das ist nicht so. Es ist einfach, dass ich die Schmerzen und das schwitzen während dem schlafen nicht mitbekomme und dementsprechend durchgeschwitzt irgendwann aufwache...
Besonders schlimm ist es, wenn -Vorsicht Jungs/Männer/kleine Kinder: den folgenden Abschnitt einfach überspringen:- wenn ich kurz davor bin meine Tage zu bekommen. Erstmal am Tag davor Mega Depression ( manch einem wird das vielleicht durch die einmonatigen Abstände zwischen den depressiven Posts aufgefallen sein:p) und dann einfach ständiges schwitzen und Schüttelfrost gleichzeitig. Dieses Gefühl ist so ekelhaft. Klingt jetzt so harmlos, aber es ist wirklich schlimm für mich. Es fängt irgendwann an und ab da bin ich für nichts zu gebrauchen. Ich kann mich nur hinlegen mir 476444 Handtücher schnappen, frieren und alles voll schwitzen. Das fühlt sich so widerlich an. Regelschmerzen von früher sind ein Dreck dagegen. Ehrlich.

Ich finde das aber so krass, wie der Körper da einfach so umstellen kann und Wege findet um zu zeigen, dass etwas nicht passt. Hätte ich das schwitzen nicht, hätte ich zwar keine fettigen Haare mehr, aber dafür bestimmt schon einige Druckstellen. Fluch und Sehen zugleich.


So. Jetzt hab ich euren Horizont ein wenig erweitert und man sieht Querschnitt bedeutet so viel mehr als nur 'nicht mehr laufen können'.

Sonntag, 24. Januar 2016

Kein himmlisches Reich für Rollstuhlfahrer

Post bekommen. Wurde mir im Matheunterricht überreicht, von wem weiß ich leider auch nicht so genau. Hab mich aber voll gefreut. "Der Messias" hat in meiner Büchersammlung nämlich noch gefehlt. Passt perfekt, jetzt wackelt mein Schreibtisch endlich nicht mehr.

Hab auch ein schönes Bild bekommen. (Hier ein Link: Link) Natürlich sofort aufgehängt. Ich hab jetzt nur noch ein paar kleine Fragen. Auf dem Bild ist zusehen, wie man sich an einer Kreuzung entweder für das verderben, also offensichtlich unsere normale Welt, oder das ewige Leben entscheiden kann.
Also ich würde mich natürlich für das reich Gottes entscheiden. Ich hab jetzt gesehen, die Tür zum "Reich Gottes" sieht relativ Schmal aus. Meine Frage wäre jetzt ob ich mit Rollstuhl da überhaupt durch passe. Die Stufe könnte auch zum Problem werden. Außerdem habe ich ein wenig Sorge wegen dem steilen Anstieg. Gibt's im ewigen Reich Gottes einen Fahrdienst? ( btw seh ich auch keinen Behindertenparkplatz, vielleicht könnte man ja mal mit Gott reden, ob er das alles nicht etwas barrierefreier und behindertenfreundlixh gestalten könnte...).
(Und btw 2: im Religionsunterricht hab ich mal gehört da gibt's nur Honig und Milch oder so, jetzt Vertrag ich Milch halt leider nicht so. Gibt's da Alternativen? Und Alkohol ist sicher verboten?Wär nämlich noch eine Sache, auf die ich ungern verzichten würde)

Liebe Leute. Mein Blog hatte mal irgendwo irgendwas mit 'Prepared for the worst but still praying for the best' oder so stehen. Ist ein Zitat von Lil Wayne und find ich ziemlich cool irgendwie. Hab ich dann halt einfach hier irgendwo als Blogüberschrift genommen und ist bis vor kurzem auch da gestanden, weil ich einfach 0 Ahnung hab von Blogs. Jetzt aber geändert. Weil ich denke, dass viele dadurch auf eine falsche Fährte gelockt wurden. Ich glaube an Gott, ja. An meinen Gott. Und jetzt an alle Kirchen, Sekten,.., und andere Vereine, die denken 'kleines Mädchen, arm und behindert bestimmt depressiv! .braucht sicher jemanden der ihr halt bietet und wer wäre besser geeignet als unser Gott? Perfekt schicken wir ihr doch eine Mitgliedskarte' . Bitte, nein! Die 70ct Porto spendet ihr lieber. Danke.
Ich weiß das mit Gott ist so eine Sache. Aber da ich keinem auf die Füße treten kann, hoffe ich die Sache ist hiermit erledigt. Bitte keine Hassbriefe und kein Scheiterhaufen.
Wollte ich nur einfach mal gesagt haben.


Das Lied, aus dem ich besagtes Zitat habe geht übrigens so weiter:
"This game is a bitch I got my hand up her dress"

Samstag, 23. Januar 2016

rolling in the deep

irgendwann steht man dann da und es geht nicht mehr weiter.
Spätestens bis zum Abi muss ich 10 Kilo zugenommen haben. Jetzt, wo man meinen Arsch nicht mehr (oder nur selten) sieht, brauch ich wenigstens Ti..en.

Wird schon drum gestritten wer meine Begleitung Sein wird. Hat nämlich keiner Bock zu tanzen.

Freitag, 15. Januar 2016

Ein riesen Vorteil, den man hat, wenn man im Rollstuhl sitzt, ist, dass man mit betäubten Mund nach einem Zahnarztbesuch noch easy einkaufen gehen kann. Dein Mund kann noch so schief sein und die Lippen noch so hängen, die Leute schauen nicht viel dümmer als sonst, weil sie einfach denken das gehört so.
#stephenhawkingforaday


Hab auch nur einmal geheult und bin nicht mal in Ohnmacht gefallen. Ich steiger mich wirklich was spritzen angeht. Trotzdem hab ich gezittert und hatte weiche Knie, aber zum Glück Sitz ich ja eh schon. Seh alles locker, aber bei Spritzen hört bei mir der Spaß auf.
Arzt: Amelie, sie sind querschnittgelähmt...
Amelie: Yo, kein Ding, hab ich mir schon fast gedacht

Arzt: so, wir müssen Ihnen jetzt noch Blut abnehmen
Amelie: Nein! Nein, nein, nein, nein, nein,nein, nein, nein, nein. Echt nicht. Nein. Aber wirklich auf gar keinen ...,....* ist in Ohnmacht gefallen *


Donnerstag, 14. Januar 2016

Ich möchte nur einmal kurz erwähnt haben, dass ich kein Kummerkasten, Psychiater, Psychologe oder sonst was bin. Also schreibt doch mit Problemen nicht mir, sondern wendet euch an dafür ausgebildete Leute (oder tuts lieber nicht, weil die bräuchten am aller meisten eine Therapie. Stattdessen würde ich euch ans Herz legen zu bloggen. Besser als Psychiater)
Klar interessiert es mich, welche Erfahrungen andere gemacht haben und das könnt ihr mir auch gerne schreiben, aber bitte keine ewigen Texte von irgendwelchen Problemen. Damit kann und will ich ganz ehrlich auch nichts mit anfangen. Sorry. Jetzt hassen mich alle. Böse Amelie.

Aber an dieser Stelle kann ich mich bei denjenigen bedanken, die hier so lieb kommentiere und meinen Blog lesen. Hätte nie mit einem so positiven Feedback gerechnet, bei dem Schmarn, der hier manchmal entsteht :D
Und 99,243% der Kommentare und Nachrichten sind wirklich mega und ich lese jeden einzelnen und freu mich. Antworten tu ich jetzt einfach Allgemein mit diesem Post. Es freut mich wirklich wie positiv das, was ich hier hinrotze, ankommt. Und schön zu hören, dass ich dadurch wenigsten ein paar Leuten helfen kann/konnte.:).
Wirklich Danke für die vielen lieben und aufbauenden Worte :D

(Auch, wenn ich jetzt ein wenig eingeschüchtert bin, weil so viele Süddeutsche-Zeitung-Leser hier vorbei schaun und ich mit meinem überragenden Deutsch und der fehlerfreien Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung....ja....da bin ich schon leicht überfordert. Zu meiner Verteidigung: 1. ich schreibe die meisten Einträge mit meinem Handy und das hat nur Autokorrektur und nichts mit Zeichensetzung/Grammatik-überprüfer-dings UND 2. ich bin gut in Mathe)


Und da so oft gefragt wurde hier meine Handynummer:
Lustig...ne, aber hab jetzt mal meinen Twitteraccount wieder belebt: @2nd_february
Facebookanfragen nehm ich nicht an, denn was ihr da sehen würdet, von meinem dummen jüngeren ich...das will ich keinem antun.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Leichte Beute?

Es gibt so Momente, da frag ich mich schon, ob bei manchen eine Behinderung, die den Menschenverstand auslöscht, vorliegt oder ob manche Menschen wirklich einfach nur extrem dumm sind.
Heute 'nem Kerl auf eine, wie ich finde -nette- Art klar gemacht, dass ich nicht wirklich interessiert bin.
Seine Antwort: "du bist so arrogant! Sei froh, dass dich mal einer so kennenlernen will, wie du bist"

Ich hab ihm dann auf eine relativ -für meine Verhältnisse extrem- nette Art zu verstehen gegeben, dass ich ihn aufgrund dieser Aussage als kompletten *böses-Wort-das-ausversehen-indirekt-die-Mutter-beleidigt* empfinde und, weil ich es nicht lassen konnte (Diskussionsfreudig und leider oft zu aufbrausend) ihm zusätzlich natürlich noch erklärt, dass ich nur, weil ich im Rollstuhl sitze,nicht froh sein muss 'wenn mich mal einer so nimmt, wie ich bin' und den sofort nehmen muss, weil ein anderer kommt ja nicht mehr.

Ne jetzt mal real talk. Was denken sich manche?!
Mir haben schon so oft Jungs geschrieben, die ich von früher kannte, für die ich mich aber nie interessiert habe (und es auch nie werde), in der Hoffnung, jetzt, da ich im Rollstuhl sitze und somit uninteressant/hässlich/behindert (ka was die denken) bin und sie jetzt nehmen würde?!
Auch Aussagen wie "muss dein Freund auch im Rollstuhl sitzen?"(hab ich wirklich schon oft, zu oft, gehört), sind mindestens genauso dumm. Ich würde NIE jemanden im Rollstuhl als Freund haben wollen. Nicht, weil ich keinen Behinderten will, weil ichs hässlich finde, oder sonst was dummes, sondern weil es mit einem Rollstuhl schon extrem unpraktisch ist, man kaum Platz hat, usw. Deswegen fällt das einfach weg. Hab schon viele Rollstuhlfahrer kennen gelernt, die mir gefallen würden, aber die fallen für mich persönlich einfach weg, weil unpraktisch.
Zurück zum eigentlichen Punkt. Warum denken manche, weil ich im Rollstuhl sitze, oder allgemein weil man im Rollstuhl sitzt, muss man alles nehmen was einem angeboten wird? Das sind zwar nicht viele, die etwas in die Richtung schreiben , aber es sind immerhin noch genug, dass ich sagen kann es sind seltene Ausnahmen.
Ich mein mir ist klar, dass viele Respekt haben oder verunsichert sind oder klar der Rollstuhl einfach als Problem gesehen wird, weil es halt einfach nicht so einfach ist, wie seine Partnerin einfach an die Hand zu nehmen und spazieren zu gehen.
Aber das heißt nicht, dass es nicht auch Typen gibt, denen das egal ist und die es als Herrausforderung sehen. Und dass ich mich eben NICHT jedem an den Hals schmeißen muss, nur weils bei dem bei den Frauen halt einfach nicht läuft und er meint bei der Behinderten kann ichs probieren, die läuft ja nicht weg.
Nein meine Herren, ich laufe nicht. Ich rolle. Ich rolle davon von einfältigen Idioten, die im Leben nichts mehr erreichen werden. Gute Nacht.

Montag, 11. Januar 2016

Liebe Leute,
ein Grund heute nicht zur BILD, sondern zur Süddeutschen zu greifen:
ein mega guter Artikel und für die, die mich nicht kennen und schon immer wissen wollten, wer denn hier überhaupt immer am schreiben ist, ein wunderschönes Bild von mir.( gut, dass sind jetzt 2 gute Gründe)


Ne, im Ernst. Über unsere Ortszeitschrift hinaus, habe ich es jetzt in die süddeutsche Zeitung geschafft. (Auch online anzusehen: http://www.sueddeutsche.de/bildung/schule-mit-handicap-niemals-abschreiben-1.2809969 (müsst ihr kopieren, hab das noch immer nicht raus, wie das mit den Links funktioniert))
Der Verfasser dieses Artikels hat mich zuhause besucht und mich auch einen Tag in der Schule begleitet (an dieser Stelle liebe Grüße und ein fettes Dankeschön)
Finde den Artikel sehr gelungen,vor allem, da er so geschrieben ist, dass ich nicht als arme, behinderte rüberkomme. Ihr wisst ja was ich meine :D


P.S.: das mit den Kommentar und Rückmeldungen gefällt mir, das führen wir jetzt ein. Freut mich wirklich zu hören, was ihr so nettes zu sagen habt.
Und auch das mega positive Feedback zu dem Artikel und meiner darin beschrieben "Geschichte" freut mich voll :D danke

Achso und P.S.S: hallo an die, die durch meine überragende Marketingstrategie, darum zu fragen, ob man meinen Blog im Artikel erwähnen könnte, hier gelandet sind. (Bin halt ein echter Profi).

Mittwoch, 6. Januar 2016

gedankenkotze

Was mich extremst (!!) nervt sind "Hardcorebehinderte"(so nenne ich die jetzt einfach). Damit meine ich nicht Behinderte, die extrem schwer behindert sind, sondern die Behinderten, die ihre Behinderung viel zu ernst nehmen und sich selbst komplett dadurch definieren.
Ich wurde gerade ernsthaft von 'nem Kumpel(Rollstuhlfahrer) in 'ne Facebookgruppe eingeladen, die sich "Falschparker" nennt. Und in diese Gruppe posten die verschiedensten Leute( meistens Rollstuhlfahrer) Fotos von Autos, die auf 'nem Behindertenparkplatz stehen und regen sich drüber auf. Lächerlich echt. Klar, ich finds auch blöd, wenn jemand drauf steht, ders nicht nötig hat, aber da gleich ne Gruppe zu machen? Wirklich?
Ok, aber das geht noch und ist noch nicht das, was mich am meisten nervt.
Vor allem komm ich nicht mit Behinderten klar, die sich allein durch ihre Behinderung definieren. Ich hab von solchen Leuten so viele kennengelernt. Das sind dann immer die, die Bilder von sich posten mit den Hashtags #smile, #rollstuhlundtrotzdemglücklich (ich übersetzte für Hashtag-nicht-Kenner:Rollstuhl und trotzdem glücklich), #immerweiterkämpfen #immernachvorneschaun #sehtmichanichbinbehindertundsoglücklich.....und ähnliches. Und das wird unter jedes Bild gepostet. Ganz ehrlich: Warum?! Immer dieses 'trotz rollstuhl'. Alter. Wirklich. Warum?! Jeden Friseurbesuch, jeden Ausflug ins Scheißhaus kommentiert diese Art von Behinderten mit einem 'ich hab das alles trotz Rollstuhl geschafft'. Gratulation (Y).
Verstehe ja, wenn man das einer sagt, der im Rollstuhl den Mount Everest hoch gestiegen ist. Aber, weil man mit Freunden Eis essen war? (Ich kenn wirklich paar, die das machen!! Und  Es gibt ernsthaft Leute, die stolz auf ihren Behindertenausweiß sind)
Oder lustig ist es auch, wenn sie nur ihre Behinderung in den Vordergrund stellen. (So ungefähr:"Ich sitze im Rollstuhl und heiße Amelie.."). Da hab ich auch schon lustige Gespräche gehabt. Was mir spontan einfällt: "ich Sitz im Rollstuhl, ich kann das nicht",.... Das beste war aber einmal ein 35 Jahre alter Mann. Er hat gemeint er wird wegen des Rollstuhls gemobbt. Ich hab mir nur gedacht "Schon mal dran gedacht, dass du einfach nur hässlich bist?". Nein, mach nur Spaß, aber was hat das für einen Sinn alles auf den Rollstuhl zu schieben? Was bringt es, wenn man jedem sofort seine Geschichte aufbindet? Kein Wunder, dass die Menschen unsicher im Umgang mit Behinderten sind, wenn so viele davon solche Selbstmitleidshaufen sind.
Man kann stolz sein, keine Frage. Ich bin auch auf vieles stolz. Ich hab vieles geschafft 'trotz Rollstuhl' und ich werde noch viel schaffen! (Und das ohne "trotz Rollstuhl"!!!!!!!!). Aber man muss doch nicht immer nur seine Behinderung in den Vordergrund stellen, oder? Wie sollen die Menschen normal mit dir umgehen können, wenn du selbst nicht mit dir umgehen kannst?
Ich weiß, die Menschen lieben es, Bilder/Videos/Blogs zu sehen/lesen/hören, wie auch immer, von armen Behinderten, die ganz stark und tapfer ihr Leben meistern, aber ich finde, dass das einfach der falsche Ansatz ist. Gut, viele sind wahrscheinlich nur deswegen auf meinem Blog^^ und wahrscheinlich komm ich selbst manchmal als 'hardcorebehinderte' rüber und ich will mit diesen Worten auch nicht sagen, dass manche Behinderte keinen Respekt verdienen.
Ich hab mich jetzt nur mal bisschen ausgekotzt über Behinderte, weil, auch das darf man.
So jetzt hab ich komplett den Faden verloren und weil ich zu faul bin jetzt nochmal alles durchzulesen müsst ihr euch jetzt damit zufrieden geben :D
Auf jeden Fall ist meine zu Beginn des Eintrags dagewesene Aggression jetzt verflogen und mir tun meine Bemerkungen fast leid.(ok eigentlich nicht). Ein Fazit ist mir jetzt auch zu kompliziert, hab jetzt ja ein wenig durcheinander geschrieben:D
So. Wer bis hier gelesen hat, muss echt Langeweile haben.
Über Kommentare würde ich mich wie immer freuen und der nächste Post wird wieder geordneter :) sorry

Sonntag, 3. Januar 2016

Früher vs. Heute:

Wenn ich mir ein Schlumpfeis mit bunten Streuseln bestelle:
Früher: oh Gott, wie kindisch die ist
Heute: ach moi, das arme Mädchen ist doch behindert, natürlich bestellt sie sich ein Schlumpfeis.
            (Nicht, weil es ihr besser schmeckt, sondern einfach weil sie im Rollstuhl sitzt und damit    
              automatisch auf dem geistigen Level einer Dreijährigen ist.)