Mittwoch, 6. Januar 2016

gedankenkotze

Was mich extremst (!!) nervt sind "Hardcorebehinderte"(so nenne ich die jetzt einfach). Damit meine ich nicht Behinderte, die extrem schwer behindert sind, sondern die Behinderten, die ihre Behinderung viel zu ernst nehmen und sich selbst komplett dadurch definieren.
Ich wurde gerade ernsthaft von 'nem Kumpel(Rollstuhlfahrer) in 'ne Facebookgruppe eingeladen, die sich "Falschparker" nennt. Und in diese Gruppe posten die verschiedensten Leute( meistens Rollstuhlfahrer) Fotos von Autos, die auf 'nem Behindertenparkplatz stehen und regen sich drüber auf. Lächerlich echt. Klar, ich finds auch blöd, wenn jemand drauf steht, ders nicht nötig hat, aber da gleich ne Gruppe zu machen? Wirklich?
Ok, aber das geht noch und ist noch nicht das, was mich am meisten nervt.
Vor allem komm ich nicht mit Behinderten klar, die sich allein durch ihre Behinderung definieren. Ich hab von solchen Leuten so viele kennengelernt. Das sind dann immer die, die Bilder von sich posten mit den Hashtags #smile, #rollstuhlundtrotzdemglücklich (ich übersetzte für Hashtag-nicht-Kenner:Rollstuhl und trotzdem glücklich), #immerweiterkämpfen #immernachvorneschaun #sehtmichanichbinbehindertundsoglücklich.....und ähnliches. Und das wird unter jedes Bild gepostet. Ganz ehrlich: Warum?! Immer dieses 'trotz rollstuhl'. Alter. Wirklich. Warum?! Jeden Friseurbesuch, jeden Ausflug ins Scheißhaus kommentiert diese Art von Behinderten mit einem 'ich hab das alles trotz Rollstuhl geschafft'. Gratulation (Y).
Verstehe ja, wenn man das einer sagt, der im Rollstuhl den Mount Everest hoch gestiegen ist. Aber, weil man mit Freunden Eis essen war? (Ich kenn wirklich paar, die das machen!! Und  Es gibt ernsthaft Leute, die stolz auf ihren Behindertenausweiß sind)
Oder lustig ist es auch, wenn sie nur ihre Behinderung in den Vordergrund stellen. (So ungefähr:"Ich sitze im Rollstuhl und heiße Amelie.."). Da hab ich auch schon lustige Gespräche gehabt. Was mir spontan einfällt: "ich Sitz im Rollstuhl, ich kann das nicht",.... Das beste war aber einmal ein 35 Jahre alter Mann. Er hat gemeint er wird wegen des Rollstuhls gemobbt. Ich hab mir nur gedacht "Schon mal dran gedacht, dass du einfach nur hässlich bist?". Nein, mach nur Spaß, aber was hat das für einen Sinn alles auf den Rollstuhl zu schieben? Was bringt es, wenn man jedem sofort seine Geschichte aufbindet? Kein Wunder, dass die Menschen unsicher im Umgang mit Behinderten sind, wenn so viele davon solche Selbstmitleidshaufen sind.
Man kann stolz sein, keine Frage. Ich bin auch auf vieles stolz. Ich hab vieles geschafft 'trotz Rollstuhl' und ich werde noch viel schaffen! (Und das ohne "trotz Rollstuhl"!!!!!!!!). Aber man muss doch nicht immer nur seine Behinderung in den Vordergrund stellen, oder? Wie sollen die Menschen normal mit dir umgehen können, wenn du selbst nicht mit dir umgehen kannst?
Ich weiß, die Menschen lieben es, Bilder/Videos/Blogs zu sehen/lesen/hören, wie auch immer, von armen Behinderten, die ganz stark und tapfer ihr Leben meistern, aber ich finde, dass das einfach der falsche Ansatz ist. Gut, viele sind wahrscheinlich nur deswegen auf meinem Blog^^ und wahrscheinlich komm ich selbst manchmal als 'hardcorebehinderte' rüber und ich will mit diesen Worten auch nicht sagen, dass manche Behinderte keinen Respekt verdienen.
Ich hab mich jetzt nur mal bisschen ausgekotzt über Behinderte, weil, auch das darf man.
So jetzt hab ich komplett den Faden verloren und weil ich zu faul bin jetzt nochmal alles durchzulesen müsst ihr euch jetzt damit zufrieden geben :D
Auf jeden Fall ist meine zu Beginn des Eintrags dagewesene Aggression jetzt verflogen und mir tun meine Bemerkungen fast leid.(ok eigentlich nicht). Ein Fazit ist mir jetzt auch zu kompliziert, hab jetzt ja ein wenig durcheinander geschrieben:D
So. Wer bis hier gelesen hat, muss echt Langeweile haben.
Über Kommentare würde ich mich wie immer freuen und der nächste Post wird wieder geordneter :) sorry

Kommentare:

  1. Ach du freust dich wenn hier jemand kommentiert? :D
    Ich hab zwar nichts zu sagen..aber vielleicht freuts dich ja trotzdem ^-^

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  2. ... das kann ich auch (hier schreiben, meine ich); schreib doch mal, wie eine aktuellen Pläne aussehen. Nach dem Praktikum hab ich nichts mehr gefunden, wie es weitergeht. Bleibt es bei Jura? Wie geht´s beim Sport? Hast Du schon etwas gefunden, worauf Du dich fokussieren kannst, wo Du Fortschritte bemerkst, die Dir gehören und Dir irgendwie Freude machen? Grüße, Jo

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  3. Liebe Amelie, ich habe den Artikel über dich in der Süddeutschen gelesen und deine Blogeinträge. Ich bin ziemlich beeindruckt. Ich würde gern wissen, ob du dir deine Geschichte auch als Buch vorstellen kannst. Wär super, wenn du mir sagst, was du davon hälst. (sabrina.hausmann@droemer-knaur.de, 089-9271204) Auf bald,
    Sabrina

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  4. Bin nicht hier, um mich an behinderten starken Menschen zu ergötzen, habe nur eben den süddeutsche Artikel gelesen und fand ihn sau lustig. Hast nen coolen Humor! Zu Jura rate ich dir übrigens ;)

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  5. Ich habe ebenfalls den Artikel in der SZ gelesen. Und musste gleich mal vorbei schauen. Die ersten Blogeinträge gelesen und herzlich gelacht. Einfach herrlich dieser schwarze Humor. ;-) Du könntest fast als hardcore Behinderte durchgehen...

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  6. Das ist irgendwie der Punkt bei so Menschen, man möchte gleichwertig behandelt werden bzw. auf gleicher Augenhöhe, aber versucht sich dann selbst abzugrenzen mit solchen Aussagen. Irgendwie paradox :v

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  7. Keine Langeweile, trotzdem bis zum Ende gelesen. Ich finde Deine Geschichte sehr berührend Amelie (auch via SZ hierher gekommen), mich würde auch interessieren wie es weitergeht. Bitte weitermachen! :)

    Allerbeste Grüße

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  8. Hallo Amelie, Bin bis am Ende gekommen und keine Langeweile gekriegt. Im Gegenteil, Ich habe auch einige "Hardcorebehinderte" getroffen. Bis jetzt hatte keinen guten Namen gefunden, aber nach so eine "lange" Beschreibung fühl ich mich gezwungen deinem Namen zu nutzen. Sorry.

    Dank SZ werde ich dein Blog regelmäßig, so weit ich es nicht vergesse, lesen. Dann macht guts, HB

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  9. Hallo Amelie,

    ok, kein Behinderten-Bonus mehr (und als Hardcorekranker daf ich eh alles schreiben): "Ausweis" mit "ß" geht gar nicht. Insbesondere dann nicht, wenn man Jura studieren will. Ein Tippfehler ist im Hinblick auf die Lage von "s" und "ß" auf der Tastatur ausgeschlossen. Tschuldigung ... nun gut, habe schon einen "Dr. jur." live am Dreisatz scheitern sehen und "Schadensersatzansprüche gerieren" statt "generieren" im Schriftsatz eines Kollegen gefunden ... bin in unerklärlich milder Amnestiestimmung und wünsche Dir (auch fürs Studium) alles Gute.

    Servus

    PS: Testfall - keine Vorkenntnisse erforderlich

    Der Fall spielt in X-Land. In X-Land enthält das Gesetz nur 2 Paragraphen:

    § 1 Wer ein Lebewesen tötet, wird ... bestraft.
    § 2 Wer das Eigentum eines anderen verletzt, ist zum Ersatze des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

    Sachverhalt:

    Ein Mann hat einen Hund und zwei Nachbarn. Der Nachbar 1 gibt dem Hund ein Gift, das 10 Tage nach Gabe absolut tödlich wirkt. 9 Tage später erschießt Nachbar 2 den Hund.

    Frage: Wie haben sich N1 und N2 strafbar gemacht? Inwieweit sind die Nachbarn zum Schadensersatz verpflichtet?

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    1. Noch ein paar Paragraphen

      § 3 Wer auf solch arrogante Weise einen Rechtschreibfehler korrigiert, wird ... bestraft.

      § 4 Wer sich daran ergötzt, dass ein "Dr. jur." keinen Dreisatz (Judex non calculat!) kann, wird ... ebenfalls bestraft.

      § 5 Wer ernsthaft glaubt, dass dieser "Testfall" irgendetwas mit Jura zu tun hat, der wird ... vergiftet und erschossen.

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    2. Der liebe Herr hat allerdings eine Kleinigkeit bei seinem Gedankengang vergessen.
      Stichwort: Smartphone.
      Bei meinem iPhone nämlich(ohne h!) befinden sich 's' und 'ß' direkt nebeneinander. Doch ein Tippfehler? Aber nein, erwischt. Ich gestehe! Tschuldigung

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    3. Liebe Frau Amelie E.
      ich sehe Sie nutzen Ihren Blickwinkel.
      Und als Mundwerkerin müssen Sie sich nicht entschuldigen, lassen Sie es raus.
      Mir gefallen die Wege Ihrer Gedanken

      lg
      KHS

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